Am 11.04 08 wurde mein Babylein vor unserer Haustüre auf der Straße von einem
Raser erfasst. Er fuhr einfach weiter, ohne anzuhalten. Eine nachfolgende
Autofahrerin gab uns schließlich Bescheid. Babylein wurde nur 1 1/2 Jahre alt
und hatte bereits sehr viel in ihrem jungen Leben hinter sich bringen müssen. In
Gedanken bleibst Du immer bei mir mein Kleines...

Mein Babylein,
Mein Herz tut so weh bei den Gedanken an dich. Du warst von allen meine süße Schnecke, meine Schmusemaus, mein kleines Babylein und tausend Namen voller Liebe und Zuneigung gab ich dir, in den 1 1/2 Jahren in denen Du bei uns warst…
Ich kann vor Tränen und tiefer Trauer kaum an etwas anderes denken. Wir waren noch draußen, ganz kurz Zuvor habe ich dich spielen sehen, habe dir eine Feder gebracht und zugeworfen. Du fingst sie auf und hast sie vor den anderen unter dem Rhododendronstrauch versteckt. Dort habe ich auch jetzt für dich einen Platz gefunden, wo ich weinen kann, wenn mein Herz wieder weint um dich.
Als ich dich damals zum ersten mal am Teich von den Nachbarn in Bedburg sah, wusste ich dass Du etwas ganz besonderes warst. Deine Äuglein waren noch blau und Du warst noch viel zu klein um alleine draußen herumzulaufen und um dich zu versorgen. Den Menschen die dich in den Schuppen sperrten und dir nicht einmal etwas zu essen gaben bist Du zum Glück immer wieder ausgebüxt und hast den Weg zu mir gesucht. Du warst sehr dünn, scheu und ängstlich und dennoch bist Du kleine Maus durch das Fenster meines Kellerbüros hinein geklettert und als ich dir die Stufen hinauf half und dir zu essen gab has du mich angeschnurrt und dich streicheln lassen. Eine Woche lang hat es gedauert, jeden Tag kamst Du, noch so winzig und tapsig an das Kellerfenster und ich habe dich jeden Tag erwartet, bis Du eines Tages ganz bei uns geblieben bist.
Du warst sehr oft krank, hast gehustet und dann habe ich dich beruhigt, auf den Arm genommen und dein Schnurren zeigte mir, dass es dir wieder gut geht. Ich habe dich getragen bis Du eingeschlafen warst und wenn ich dich auf eine Decke legen wollte bist Du aufgewacht und gleich wieder an mir hochgeklettert, hast an den Stofffalten meines Shirts genuckelt und geschnurrt, ja, ich weiß, man hat dich viel zu früh von deiner Mama weggeholt.
Weil wir so viel Zeit
zusammen verbracht haben, kannte ich dich mehr als die anderen. Ich habe
so oft einen stillen Dialog mit dir geführt, weißt Du noch? Nur wir
beide konnten uns verstehen.
Meine Kleine Maus, ich weiß, dass Du noch da bist, ich spüre dich hier
neben mir. Ich vermisse dich, dein Stampfen auf meinem Schoß, dein
Nuckeln an meinen Ärmeln wenn ich dich hielt, dein Schnurren, wenn ich
dich ansprach… Sogar mein Rufen nach dir, Babylein.
Es tut weh dich so
gesehen zu haben, mein Herz weint so sehr. As Gerhard dich von der
Straße aufhob und ich sah es durchs Fenster habe ich einen schlimmen
Schmerz in meinem Herzen gespürt. Als wir dich im Garten auf eine Decke
legten und ich nach deinem Puls fühlte stand dein kleines Herzchen schon
still. Meine Maus, meine Kleine, ich vermisse dich so sehr. Wenn ich
auch manchmal schimpfen musste mit dir, so konnte ich dir kaum böse
sein, wenn Du die anderen ärgertest. Du wurdest nie richtig akzeptiert
und in das Rudel aufgenommen. Hast es immer ein wenig schwer gehabt.
Weil ich dich fand, als Du noch ein ganz kleines Katzenbaby warst,
nannte ich dich Babylein.
Babylein ich habe dir einen Platz ausgesucht, den Du gerne mochtest. Nun
bist Du über die Regenbogenbrücke gegangen, zu den anderen, die schon
vor dir gegangen sind. Ihr werdet dort auf mich warten, bis ich wieder
bei euch bin.
Hab keine Angst Babylein, die Zeit wird dir dort nicht lang...